Yogalates - Im „Flow“ Ziele in die Tat umsetzen!

 

Das Konzept von Yogalates vereint das jahrtausendealte Wissen des Yoga mit den modernen Prinzipien von Pilates. Das Beste aus beiden Systemen - verbunden zu einem dynamischen Flow.

 

Durch Dehnübungen lösen wir zunächst verspannte Muskulatur und verklebtes Bindegewebe.

Mit sanften Übungen steuern wir die knochennahe (intrinsische) Muskulatur direkt an. Diese Muskulatur stützt uns aus der Tiefe heraus und richtet die Wirbelsäule auf. Überraschenderweise ist diese Muskulatur selbst bei sehr sportlichen Menschen kaum trainiert.

Zusammen mit den geraden und schrägen Bauchmuskeln, dem quer verlaufenden Bauchmuskel und dem Beckenboden, bildet sie ein Korsett (Powerhaus), das eine gesunde Kräfteverteilung auf alle Abschnitte der Wirbelsäule garantiert. Alle muskuloskelettalen Komponenten (Bewegungsapparat) des Körpers, die dazu beitragen, dass Knochen, Gelenke und deren stützende Strukturen effizient zusammenarbeiten können, werden dabei angesprochen.

 

Eine besondere Rolle kommt beim Yogalates der Atmung zu. „Dort, wo Manas (der Geist) hingelenkt wird, dort zieht es auch Prana hin“, heißt es in der Hatha-Yoga-Pradipika.

Das bedeutet: Dorthin, wo wir unsere Aufmerksamkeit schicken, folgt die Energie.

In den Entspannungsphasen (passiv) atmen wir mit der yogischen Atmung in den Bauchraum - durch die Nase ein und durch die Nase auch wieder aus. Diese tiefen, langen Atemzüge haben einen beruhigenden Effekt auf unser Nervensystem.

Während der kräftigenden Übungen (aktiv) wechseln wir zur Pilates-Atmung – wir atmen durch die Nase ein und den leicht geöffneten Mund wieder aus. Dadurch aktivieren wir den Beckenboden, der seinerseits den Transversus Abdominis (quer verlaufender Bauchmuskel)unterstützt.

 

Durch das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Komponenten im Yogalates verbessern sich die motorischen Fähigkeiten. Ein Gefühl von Leichtigkeit, Bewegungsfreiraum und großer Zielgerichtetheit entsteht.

Was hier auf körperlicher Ebene stattfindet, lässt sich ebenso auf die mentale Ebene übertragen. Denn nur was uns bewusst geworden ist, kann auch verändert werden.

Da die Übungen präzise und mit großer Aufmerksamkeit ausgeführt werden, schulen wir die dafür nötige Konzentration und lernen - neben dem achtsamen Umgang mit Körper und Seele – einen zielgerichteten Einsatz unserer Energie. Im Wechsel zwischen Spannung und Entspannung vereinen sich hier scheinbar gegensätzliche Kräfte.

In dieser Dynamik liegt der Erfolg von Yogalates.

 

 

Ausschnitt aus „Happinez“, Dezemberausgabe 2012, Autorin: Uta Delbridge